Warum nachhaltiger Erfolg in PIM, DAM, MDM und CPQ mehr als Technologie ist, und was Industrieunternehmen aus zwei Jahrzehnten gemeinsamer Praxis lernen können.
Berlin, Juni 2026. Über zwei Jahrzehnte wird eine Partnerschaft auf Weisen geprüft, die kein Vertrag vorwegnimmt. Jürgen Müller, Geschäftsführer der Viamedici GmbH, und Alexander Pircher, Geschäftsführer der infolox GmbH, haben sich zusammengesetzt, um auf 23 Jahre Zusammenarbeit zurückzublicken und darauf, was es wirklich braucht, damit eine Enterprise-Software-Partnerschaft Bestand hat.
Auf gemeinsamer Überzeugung gebaut, nicht auf Verträgen
„Eine so lange Partnerschaft entsteht nicht durch Werkzeuge oder Vereinbarungen“, sagt Müller. „Sie beruht auf Verlässlichkeit, Ehrlichkeit und der Bereitschaft, einander die Wahrheit zu sagen, auch wenn sie unbequem ist. infolox war für uns nie nur ein Implementierungspartner. Sie haben konsequent widersprochen, härtere Fragen gestellt und geprägt, wie unsere Kunden mit der Plattform tatsächlich erfolgreich werden.“
Pircher stimmt zu und ergänzt eine Dimension, die in Erzählungen über Anbieter-Partner-Beziehungen selten auftaucht: produktiver Widerspruch.
„Es gab Momente, in denen wir gestritten haben. In denen einer von uns falsch lag. In denen das Projekt uns zwang, eine jahrelang gehaltene Position zu überdenken. Diese Reibung ist Teil dessen, was die Beziehung wertvoll macht. Sie bedeutet, dass wir beide wirklich am Ergebnis interessiert sind.“
Was Technologie verändert, und was nicht
Seit dem Beginn der Partnerschaft hat sich vieles verändert. Architekturen haben sich von On-Premise-Installationen zu Cloud- und Hybrid-Betrieb entwickelt. Schnittstellen haben sich vervielfacht. Kundenerwartungen haben sich drastisch verschoben. Doch Müller ist klar, was konstant bleibt.
„Die Kernherausforderung ist unverändert: Unternehmen brauchen vertrauenswürdige, konsistente Produktinformationen über jeden Kanal. Ob 2003 oder 2025, die eigentliche Schwierigkeit sind Datenqualität, Governance und organisatorische Ausrichtung. Eine Plattform allein löst das nicht. Ein Partner, der sowohl die Software als auch die Branche dahinter versteht, schon.“
Für infolox, das Industrieunternehmen im DACH- und Alpenraum (Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein) betreut, übersetzt sich das in einen Fokus auf das, was Pircher Plattformstrategie mit organisatorischer Tiefe nennt.
„Wir implementieren nicht einfach Systeme. Wir arbeiten über Jahre mit Kunden, manchmal ein Jahrzehnt oder länger, um sicherzustellen, dass die Datenstrategie wirklich darin verankert ist, wie das Unternehmen arbeitet. Das funktioniert nur, wenn die zugrunde liegende Plattform stabil, offen und auf Dauer ausgelegt ist.“
Unabhängigkeit als strategische Entscheidung
Beide Unternehmen sind in Privatbesitz und unabhängig geblieben. Keines hat externe Investoren oder Exit-Szenarien verfolgt. Beide sagen, das sei bewusst so gewählt, und es präge unmittelbar die Art ihrer Arbeit.
„Software wie unsere braucht Zeit und eine langfristige Produktvision“, sagt Müller. „Das ist unter kurzfristigem EBIT-Druck schwer aufrechtzuerhalten. Wir entscheiden auf Basis von Kundennutzen, Produktqualität und unseren Mitarbeitenden, nicht anhand von Renditezyklen.“
Pircher versteht Unabhängigkeit als schöpferische Freiheit statt als Einschränkung.
„Unabhängigkeit bedeutet, dass wir dort investieren können, wo es sinnvoll ist, Kompetenz in neuen Bereichen aufbauen und die langfristigen Interessen unserer Kunden schützen, ohne durch Marktbedingungen oder Investorenfristen zum Kurswechsel gezwungen zu werden. Für die Unternehmen, mit denen wir arbeiten, übersetzt sich das in etwas Einfaches: Planbarkeit.“
Was Industrieunternehmen fragen sollten
Die Partnerschaft zwischen Viamedici und infolox bietet eine praktische Perspektive für jedes Industrieunternehmen, das Software- und Integrationspartner bewertet. Drei Fragen, auf die es ankommt:
Wird es diesen Anbieter in zehn Jahren noch geben, und wird ihm noch etwas daran liegen? Langfristige Eigentümerschaft und Produktstabilität sind keine Garantien, aber Signale, die eine Prüfung wert sind.
Versteht der Implementierungspartner unsere Branche, nicht nur die Software? Domänenwissen wirkt über die Zeit kumulativ. Generische Beratung nicht.
Können beide Seiten Nein sagen, und begründen, warum? Ein Partner, der nur zustimmt, ist kein Partner. Ehrliche Reibung ist ein Qualitätssignal.
Ausblick: KI-Readiness beginnt bei der Datenqualität
Die Enterprise-Software-Landschaft verändert sich schneller als je zuvor in den vergangenen zwei Jahrzehnten. KI verkürzt Entwicklungszyklen drastisch. Funktionen, deren Aufbau früher Jahre dauerte, werden heute in Monaten geliefert. Die Folge ist unbequem, aber klar: Software-Funktionalität wird zur Massenware. Wettbewerbsvorteile werden zunehmend nicht aus einzelnen Funktionen entstehen, sondern aus der Datengrundlage darunter, und den darauf aufbauenden Erlebnissen.
„Wenn Funktionen zur Massenware werden, verschiebt sich der eigentliche Unterschied eine Ebene tiefer, hin zur Datengrundlage darunter“, sagt Müller. „Was Unternehmen unterscheidet, ist kein Wettlauf um Funktionen; es ist die Frage, ob ihre Plattform komplexe Produkt- und Stammdaten in Handlung überführen kann, in Echtzeit und mit KI, um überlegene Kundenerlebnisse zu liefern. Das ist das neue Schlachtfeld.“
Für Pircher macht das die Produktdatenqualität strategisch dringlicher denn je. KI repariert schlechte Daten nicht, sie verstärkt sie. Unternehmen mit sauberen, strukturierten und gut regierten Stammdaten werden schneller handeln, im großen Maßstab personalisieren und dort automatisieren können, wo es zählt. Wer sie nicht hat, wird feststellen, dass KI-Investitionen dauerhaft hinter den Erwartungen bleiben.
„Die Unternehmen, die im B2B gerade vorne liegen, veröffentlichen nicht einfach nur besseren Produktcontent“, sagt Pircher. „Sie bauen die Dateninfrastruktur, mit der KI intelligentere Produktsuche, nahtlose Kundenerlebnisse und automatisierte Vertriebsprozesse ermöglicht. Nach 23 Jahren ist es genau das, wofür diese Partnerschaft gebaut wurde: Kunden dorthin zu bringen.“
Über die Viamedici GmbH
Viamedici ist weltweit tätig, mit Standorten in Europa, Nordamerika und Asien, und hat seinen Hauptsitz in Berlin. Die Flaggschiff-Plattform Viamedici EPIM/5 bedient mehr als 400 aktive Kunden, vorrangig in Fertigung, Gesundheitswesen und Handel in Europa und darüber hinaus. Viamedici EPIM/5 vereint Enterprise-PIM, Multi-Domain-MDM, Digital Asset Management und Produktkonfiguration auf einer Plattform, mit Betriebsoptionen wie AWS, Azure und einer anbieterbetriebenen souveränen Cloud. Mehr unter www.viamedici.com.
Über die infolox GmbH
infolox berät und begleitet Industrieunternehmen im DACH- und Alpenraum (Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein) bei der Konzeption, Integration und dem Betrieb komplexer PIM-, MDM- und Product-Experience-Architekturen. Der Ansatz des Unternehmens setzt auf nachhaltige Plattformstrategien und organisatorische Ausrichtung. infolox hat seinen Hauptsitz am Bodensee.
Pressekontakt
infolox GmbH · Alexander Pircher · alexander.pircher@infolox.de · www.infolox.de
Viamedici GmbH · Sabrina Fiorin · s.fiorin@viamedici.de · www.viamedici.de



