Table of Contents
Inhaltsverzeichnis
Was ist ein Produktkonfigurator und was bedeutet HCA?
Mit einem Produktkonfigurator können Unternehmen Produkte für jeden Kunden anpassen. Die Software hilft bei Angeboten, bei Bestellungen mit vielen Varianten und bei der Präsentation von Produkten. Durch die Digitalisierung werden auch B2B-Beziehungen immer anspruchsvoller. Kunden erwarten passgenaue Produkte und Services. Unternehmen brauchen dafür moderne IT-Systeme. Lernen Sie die Produktkonfigurationslösung von Viamedici kennen.Das Wichtigste in Kürze
- Ein Produktkonfigurator ist eine Software. Sie hilft, Produkte nach Kundenwunsch zusammenzustellen – durch die Auswahl von Optionen und Merkmalen.
- HCA steht für Headless Configuration API. Das ist eine Schnittstelle zum Konfigurations-Backend von Viamedici. Sie lässt sich in jedes Web-Frontend einbinden.
- Die Software steigert die Zufriedenheit der Kunden, spart Ressourcen und erhöht den Umsatz.
- Der Konfigurator eignet sich für Firmen, die Produkte mit vielen Varianten anbieten.
- Es gibt drei Typen: kosmetisch, funktional und parametrisch.
Was ist ein Produktkonfigurator?
Ein Produktkonfigurator ist eine Software, mit der Kunden ein Produkt nach ihren Wünschen gestalten. Sie wählen dabei aus vielen Merkmalen und Optionen. Die Software ist entweder in ein ERP-System eingebunden oder als eigene Lösung verfügbar. Der Nutzer wählt aus Merkmalen und regelbasierten Abhängigkeiten. So entsteht ein Produkt, das genau passt. Der Konfigurator wird in vielen Branchen genutzt, etwa im Maschinenbau, in der Autobranche oder im Möbel- und Modebereich. Andere Begriffe für den Produktkonfigurator sind zum Beispiel: Varianten-Konfigurator, Vertriebs-Konfigurator, Angebots-Konfigurator, CPQ-Lösung (Configure-Price-Quote), ERP-Konfigurator oder 3D-Konfigurator.Was bedeutet Headless Configuration API (HCA)?
HCA ist das Konzept von Viamedici für flexible Konfigurations-Lösungen:- Headless bedeutet: ohne eigenes Frontend. Den Konfigurator für den Nutzer erstellt der Kunde selbst oder seine Webagentur.
- Configuration: Die Logik dahinter liefert die leistungsstarke Viamedici Configuration Engine.
- API (Application Programming Interface): Über eine Schnittstelle wird die Logik für einen Web-Client verfügbar.
Welche Vorteile bringt ein Produktkonfigurator mit sich?
Die Vorteile hängen vom Einsatzzweck ab. Im Kern hilft die Software, die Zufriedenheit der Kunden zu steigern, Ressourcen zu schonen und den Umsatz zu erhöhen. Kontaktieren Sie gerne einen unserer Produktkonfigurator-Experten.Für wen eignet sich ein Produktkonfigurator?
Der Konfigurator ist besonders bei Produkten mit vielen Varianten sinnvoll – im B2B- und B2C-Bereich.Konsumgüter
Ob Autos, Möbel, Computer oder Boote: Fast alle Produkte lassen sich heute anpassen. Konfiguratoren machen das einfach und übersichtlich.Investitions- und Industriegüter
Auch bei Maschinen, Gebäudeteilen wie Fenstern oder Türen und Steuersystemen in der Elektrotechnik kommen Konfiguratoren zum Einsatz. Die Vorteile sind klar:- Mehr Effizienz bei der Fertigung
- Stärkere Kundenbindung durch mehr Auswahl
- Weniger Fehler bei Bestellungen
- Ein flexiblerer Vertrieb
Wodurch unterscheiden sich Produktkonfiguratoren?
Es gibt im Wesentlichen drei Arten der Produktkonfiguration: kosmetisch, funktional und parametrisch.
Der Unterschied liegt in der Art des Produkts. Ein statisches Produkt besteht aus Elementen, die Kunden individuell anordnen können. Ein parametrisches Produkt verfügt über frei wählbare Abmessungen und lässt sich dadurch deutlich umfassender anpassen.
Welche Arten von Konfiguratoren gibt es?
Select-to-order (STO)
Der Kunde wählt aus fertigen Optionen. Einfach umzusetzen, ideal bei wenigen Varianten. Einsatz: Einzelhandel, Standardprodukte.Pick-to-order (PTO)
Der Kunde gestaltet das Produkt von Grund auf neu – mit vielen Optionen wie Material, Farbe oder Größe. Einsatz: Maschinenbau, Autobranche, Luft- und Raumfahrt.Configure-to-order (CTO)
Der Kunde kombiniert Standard-Bauteile und Optionen zu einem eigenen Produkt. Mehr Auswahl als bei STO. Einsatz: Autobranche, z. B. Motor, Getriebe, Räder.Assemble-to-order (ATO)
Produkte werden aus fertigen Bauteilen zusammengesetzt, die bereits im Lager liegen. Schnelle Reaktion auf Bestellungen. Einsatz: Fertigung, Elektronik, Luft- und Raumfahrt.Make-to-order (MTO)
Das Produkt wird erst nach der Bestellung gefertigt. Kunden passen es vorher individuell an. Ideal für Firmen mit breitem Sortiment und hoher Flexibilität.Engineer-to-order (ETO)
Für hoch komplexe Produkte wie Flugzeuge, Schiffe oder Spezial-Maschinen. Jedes Produkt wird technisch geplant – von der Analyse bis zur Fertigung.CPQ, Guided Selling und der Produktkonfigurator: wie sie zusammenspielen
Die drei Begriffe werden am Markt oft synonym verwendet, obwohl sie unterschiedliche Dinge beschreiben. Ein Produktkonfigurator legt fest, welche Produktkombinationen technisch zulässig sind. CPQ – kurz für Configure, Price, Quote – ergänzt die kaufmännische Ebene: Preisregeln, Rabattlogik und das Angebotsdokument. Guided Selling ist beiden vorgeschaltet und führt einen Käufer über eine strukturierte Abfolge von Fragen zum passenden Produkt, ohne dass dieser die technischen Optionen vorher verstehen muss.
Für Hersteller ist diese Unterscheidung im Kaufprozess entscheidend. Ein Konfigurator allein setzt voraus, dass der Käufer bereits weiß, was er will. Guided Selling deckt den Fall ab, in dem das nicht zutrifft. CPQ deckt ab, was passiert, sobald er es weiß.
Was CPQ zu einem Konfigurator hinzufügt
Preisgestaltung pro Kunde oder Vertrag, Rabatt- und Freigabeworkflows, automatische Angebotserstellung sowie die Übergabe an das ERP-System zur Auftragsabwicklung. Ohne CPQ endet eine Konfiguration bei einem gültigen Produkt. Mit CPQ endet sie bei einem versandfertigen, bepreisten Angebot.
Wann sich Guided Selling lohnt
Guided Selling zahlt sich aus, wenn das Sortiment breit ist, die technischen Unterschiede für Käufer schwer einzuschätzen sind und der Vertrieb einen erheblichen Teil seiner Zeit mit der Qualifizierung von Anfragen verbringt. Ist das Sortiment überschaubar oder sind die Käufer selbst Fachleute, reicht in der Regel ein einfacher Konfigurator aus.
Branchenkontext
Was ein Konfigurator leisten muss, unterscheidet sich spürbar je nach Branche – deshalb ist der Bedarf an CPQ fast immer branchenspezifisch.
In der High-Tech-Elektronik liegt die Schwierigkeit in der Variantenzahl in Kombination mit kurzen Produktlebenszyklen. Die Kompatibilität zwischen Komponenten, Firmware-Versionen und regionalen Zulassungen muss bereits während der Konfiguration durch den Käufer geprüft werden, und das Regelwerk ändert sich mit jeder Produktgeneration.
Bei Medizinprodukten ist die Einschränkung regulatorischer Natur. Eine Konfiguration muss festhalten, welche zugelassene Variante für welchen Markt und unter welcher Zertifizierung bestellt wurde. Die Rückverfolgbarkeit der Konfiguration gehört zur Produktakte, nicht zum Vertriebsprozess.
In der Automobil- und Luftfahrtzulieferung ist die kundenspezifische Stückliste der treibende Faktor. Konfigurationen sind an OEM-Spezifikationen und an Programme gebunden, die über Jahre laufen – ein Konfigurator benötigt daher versionierte Regelwerke und muss eine frühere Konfiguration auch später noch für Ersatzteile reproduzieren können.



