Was ist Product Experience Management (PXM)?

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Käufer wählen heute nicht mehr nur ein Produkt. Sie wählen das Erlebnis, das es umgibt. Ob auf einer Markenseite, einem Händlerportal, einem Marketplace oder im stationären Handel – die Produktinformationen, Bilder, Bewertungen und Empfehlungen, denen sie begegnen, müssen konsistent, relevant und überzeugend sein. Genau hier setzt Product Experience Management (PXM) an.

PXM ist das nächste logische Kapitel nach Product Information Management (PIM): der Schritt von reiner Datenpflege hin zu gezielt gestalteten Produkterlebnissen über alle Kanäle. Dieser Artikel erklärt, was PXM ist, wie es sich von PIM unterscheidet, aus welchen Bausteinen es besteht und wie Viamedici mit VIA/PIM360° Hersteller und Händler in die Lage versetzt, PXM in der Praxis umzusetzen.

PXM in einem Satz definiert

Product Experience Management ist die Disziplin, Produktdaten, Medien, Kontext und Personalisierung so zu verbinden, dass auf jedem Kanal das richtige Produkterlebnis erscheint: automatisiert, kanalspezifisch und konsistent.

PXM vereint drei Welten:

PIM als verlässliche Quelle für Stammdaten, Attribute und Klassifikationen. DAM (Digital Asset Management) für Bilder, Videos, 3D und Marketing-Assets. Personalisierung und Feed-Management für kanal- und zielgruppenspezifische Aussteuerung.

PXM ist daher weniger ein einzelnes Werkzeug als eine integrierte Disziplin, die aus technischen Produktdaten ein kauffreundliches Erlebnis macht. Sie gibt Marken die Kontrolle darüber, wie ihre Produkte wahrgenommen werden.

 

Man taking notes about a product.

 

 

 

PXM vs. PIM: Was ist der Unterschied?

Die kürzeste Version: PIM verwaltet Daten. PXM gestaltet Erlebnisse.

PIM konzentriert sich auf strukturierte Produktdaten als Single Source of Truth, auf Attribute, Klassifikationen und Texte. Das Optimierungsziel ist Datenqualität und -konsistenz, das Ergebnis sind korrekte und vollständige Datensätze, und die Stakeholder sitzen im Datenmanagement und in der IT.

PXM konzentriert sich auf das Produkterlebnis an jedem Touchpoint. Inhalte umfassen Bilder, Video, Kontext und Personalisierung zusätzlich zu den Daten. Die Optimierungsziele sind Conversion, Relevanz und Markenbindung. Das Ergebnis sind kanalspezifische, kuratierte Erlebnisse – mit Stakeholdern aus Marketing, E-Commerce und Marke.

PXM ist kein Ersatz für PIM. Es ist die logische Erweiterung. Ohne ein solides PIM-Fundament bleibt PXM ein Versprechen ohne Substanz: Man kann kein Produkterlebnis personalisieren, wenn man nicht weiß, was das Produkt ist. Erst wenn die Stammdaten stimmen, zahlt es sich aus, diese Daten erlebnisorientiert auszuspielen.

ISG hat Viamedici nicht zufällig als „Innovativ im Product Experience Management“ bewertet. Die Bewertung spiegelt genau dieses Prinzip wider: PXM funktioniert nur auf einem robusten PIM-Kern.

 

Die Kernkomponenten von PXM

PXM-Lösungen unterscheiden sich im Detail, aber jede gut durchdachte PXM-Architektur enthält mindestens fünf Bausteine:

Stammdaten- und Asset-Konsolidierung Produktdaten fließen aus ERP, PLM, Lieferanten-Feeds, Lagersystemen und Tabellenkalkulationen ein. PXM beginnt damit, diese Quellen in ein zentrales Datenmodell zu überführen und mit Bildern, Videos, Datenblättern und 3D-Assets anzureichern.

Feed-Management Jeder Vertriebskanal – ob Amazon, Google Shopping, Händlerportale, ETIM-Marktplätze oder der eigene Webshop – hat sein eigenes Format, eigene Pflichtfelder und eine eigene Klassifikationslogik. Feed-Management sorgt dafür, dass jeder Kanal automatisch die richtigen Daten in der richtigen Tiefe erhält. Jede Änderung im Stammdatensatz propagiert konsistent in alle Feeds.

Personalisierung und Kontext Ein Industrieeinkäufer benötigt andere Inhalte als ein Endverbraucher; ein Architekt andere als ein Installateur. PXM macht Produktdaten kontextbewusst: Sprache, Einheiten, Zertifizierungen, Marketingtexte und Konfiguratorregeln werden dynamisch nach Zielgruppe, Region oder Kanal ausgespielt.

Omnichannel-Konsistenz Käufer wechseln zwischen Kanälen: vom Newsletter zur Produktdetailseite, von der Vergleichsplattform zum Händler, von der App zum Beratungsgespräch. PXM stellt sicher, dass dabei keine Widersprüche entstehen: gleicher Preis, gleiche technische Daten, gleiche Bilder, gleiche Geschichte.

Performance-Messung und Digital-Shelf-Analytics Um das Erlebnis zu verbessern, muss man messen, wie es performt: Marketplace-Sichtbarkeit, Bewertungen, Datenvollständigkeit je Kanal, Conversion. PXM-Lösungen machen diese Digital-Shelf-Kennzahlen sichtbar, damit sie in die Optimierung zurückfließen.

 

Warum PXM jetzt relevant ist: für Hersteller und Händler

Drei Kräfte heben PXM auf die Prioritätenliste:

Kanalexplosion. Vor zehn Jahren reichten ein Webshop und ein Händlerportal. Heute sind Produkte gleichzeitig auf Marktplätzen, im Social Commerce, in Konfiguratoren, Apps, Sprachassistenten und im Print präsent. Manuelle Pflege skaliert nicht mehr.

Käufererwartungen. Der B2C-Standard – vollständige Bildwelten, Video, Bewertungen, AR-Vorschauen und Echtzeit-Verfügbarkeit – hat Einzug in den B2B-Einkauf gehalten. Wer das nicht bieten kann, verliert den direkten Vergleich.

Markenkontrolle. Marken wollen steuern, wie ihre Produkte überall erscheinen – und nicht erst im Nachhinein feststellen, dass ein Händler sie mit veralteten Bildern oder falschen Spezifikationen listet. PXM gibt diese Kontrolle zurück.

Für Hersteller mit komplexen Sortimenten – Maschinenbau, Elektrotechnik, Baustoffe, industrielle OEMs – entscheidet PXM, ob ihre technische Tiefe kanalübergreifend sichtbar wird oder im Dark PIM verschwindet. Für Händler treibt PXM Conversion, Retourenquoten und Wiederkaufrate.

 

Wie Viamedici PXM mit VIA/PIM360° ermöglicht

Viamedici’s Ansatz beginnt bewusst am Fundament: VIA/PIM360° ist eine PIM-Plattform mit integrierter PXM-Tiefe. Konkret:

Ein zentraler Stammdatensatz, der Attribute, Varianten, Klassifikationen (ETIM, eCl@ss, kundenspezifisch) und Assets zusammenhält. Kanal-Mapping, das aus diesem einen Datensatz die richtigen Daten für Webshop, Marketplace, Händlerportal, Print und Konfigurator ableitet. Integriertes Digital Asset Management für Bilder, Video und 3D – direkt im Produktkontext. Workflows, die Marketing, Produktmanagement und Vertrieb verbinden – vom Onboarding einer neuen SKU bis zur kanalspezifischen Veröffentlichung. Monitoring von Datenqualität und -vollständigkeit je Kanal als Grundlage für Digital-Shelf-Performance.

Das Ergebnis: Verstreute Produktdaten werden zu einem konsistenten, kanalspezifischen Produkterlebnis. PIM wird zu PXM.

Drei Empfehlungen für die Einführung von PXM

Erst PIM, dann PXM. Erlebnisse zu gestalten, bevor das Datenmodell steht, ist Bauen auf Sand. Saubere Klassifikationen, Pflichtfelder und eine klare Variantenhierarchie sind die Voraussetzung.

Kanäle priorisieren, nicht alles auf einmal. Den umsatzstärksten Kanal zuerst PXM-fähig machen, dann skalieren.

PXM ist Teamsport. Marketing, Produktmanagement, IT, E-Commerce und Marke müssen ein gemeinsames Datenmodell teilen. Werkzeuge allein reparieren kein Organigramm.

 

FAQ: Häufige Fragen zu Product Experience Management

Was ist der Unterschied zwischen PIM und PXM? PIM ist die Disziplin, Produktdaten zentral und korrekt zu pflegen. PXM geht einen Schritt weiter und gestaltet auf Basis dieser Daten kanal- und zielgruppenspezifische Produkterlebnisse – inklusive Assets, Personalisierung und Omnichannel-Konsistenz. PIM ist das Fundament, PXM ist die Erlebnisschicht darüber.

Welche Unternehmen brauchen PXM? PXM ist relevant für Hersteller und Händler, die über mehrere Kanäle verkaufen und ein konsistentes Markenerlebnis aufbauen wollen. Besonders wertvoll wird es bei großen, variantenreichen, internationalen oder klassifikationspflichtigen Sortimenten – typisch in der Industrie, Elektrotechnik, im Bauwesen und im Konsumgüterbereich.

Wie hängen PXM und der Digital Shelf zusammen? Der Digital Shelf ist die Gesamtheit der digitalen Verkaufspunkte, an denen ein Produkt erscheint: Marktplätze, Händlerseiten, der eigene Shop. PXM ist das, womit dieser Digital Shelf befüllt wird: korrekte Daten, die richtigen Assets, kanalspezifische Inhalte und die Analytik für kontinuierliche Verbesserung.

Brauche ich eine separate PXM-Software? Nicht zwingend. Moderne PIM-Plattformen wie VIA/PIM360° decken PXM-Funktionen nativ ab. Eine separate Lösung ist nur dann sinnvoll, wenn das bestehende PIM nicht erweiterbar ist oder wenn die Personalisierungsanforderungen über das hinausgehen, was die Plattform bietet.

 

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